Intention

Liebe Andrea, Du hegst den Traum vom KünstlerIsCH bereits seit geraumer Zeit. Erzähl uns doch bitte, was es damit auf sich hat.

Ich habe auf dem Herzen, einen Ort und ein Gefäss für Kinder zu schaffen, wo sie sich kreativ entfalten und entwickeln können. Kunst ganzheitlich zu erleben und mit allen Sinnen zu erschaffen kann für Kinder ein wichtiger Baustein in ihrem Lebenshaus werden. Sie dürfen ihre Gefühle sichtbar machen, mal fröhlich und auch mal traurig gestalten. Es geht um das Erleben des Kindes und um den Lernprozess.

Bedeutet dies, dass das entstehende Produkt nicht wichtig ist?

Die Kinder werden zwar Produkte aus dem KiKu nach Hause bringen, doch ich möchte betonen, dass diese Kunstwerke völlig wertungsfrei entstanden sind und auch so wahrgenommen werden dürfen. KiKu ist keine „Schule zur Kunstförderung“, sondern soll Freude an der Auseinandersetzung mit sich selbst, mit Materialien und Techniken wecken und kann eine Chance für Kinder sein, sich und die eigenen Gefühle auszudrücken.

Wenn ich von den 2 Stunden Programm lese, erscheint mir dies relativ lange, vor allem für KiKu mini. Könntest du schildern, wie ein solcher Nachmittag abläuft?

Gerne! Nach dem Eintreffen der Kinder starten wir gemeinsam mit einem Impuls in’s KiKu. Dies kann in Form einer Geschichte sein oder auch mit einer Gedankenreise. Anschliessend suchen sich die Kinder ihren Platz aus und drücken sich und ihr Empfinden im Malen oder Basteln aus. Nach einer Trink- und Zvieri-Pause begeben wir uns gemeinsam in den Bewegungsraum und es gibt bewegte Aktivierungs- und Konzentrationsübungen für alle. Sind die Kinder wieder fit und motiviert, kehren wir zurück an die Leinwand oder den Basteltisch. Natürlich werden wir auf individuelle Bedürfnisse der einzelnen Kinder eingehen, doch dies ist kurzgeschildert der vorgesehene Ablauf eines KiKu-Nachmittages.

Warum werden die Kinder verbindlich zu 5 Nachmittagen angemeldet?

Es ist wichtig, mit jeder Gruppe die Arbeitsmaterialien kennen zu lernen und die Arbeitsregeln zu definieren. Dies nimmt am ersten Nachmittag etwas Zeit in Anspruch, ermöglicht jedoch in der Folge, dass sich die Kinder in einem geschützten und klar definierten Rahmen entfalten und kreativ betätigen können.

Gibt es Literatur, die deiner Intention entsprechen und welche auch für interessierte Eltern aufschluss- und hilfreich sein könnte?

Ja, die gibt es tatsächlich und ich möchte an dieser Stelle auf zwei Quellen verweisen:

Vielen Dank!

Gerne, ich freue mich sehr aufs KiKu und auf die Kinder, die ich auf ihrem Weg begleiten darf!